

Meist ja, denn nur damit werden die Förderanforderungen erreicht und die Wärmeverluste über die Fenster deutlich gesenkt. Bei ungedämmten Außenwänden sind die Fenster dann wärmer als die Wand, deshalb gewinnen richtiges Lüften und die Anschlüsse an der Laibung an Bedeutung. Ideal ist die Kombination mit einer Fassadendämmung.
Kunststofffenster sind günstig und pflegeleicht und deshalb im Mehrfamilienhaus am weitesten verbreitet. Holz-Alu-Fenster kosten mehr, sind aber außen wetterfest und sehr langlebig. In denkmalgeschützten Gebäuden oder Ensembles schreibt die Behörde oft Holzfenster mit bestimmter Teilung vor.
Ja, wenn im Mehrfamilienhaus mehr als ein Drittel der Fenster getauscht wird, verlangt die DIN 1946-6 ein Lüftungskonzept. Neue Fenster sind dichter, deshalb muss der Mindestluftwechsel zum Schutz vor Feuchte und Schimmel sichergestellt sein. Eine häufige Lösung sind Fensterfalzlüfter, die Wallround in der Kalkulation direkt berücksichtigt.
Für die BEG-Förderung darf der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters (Uw) höchstens 0,95 W/(m²K) betragen. Das erreichen in der Regel nur Fenster mit Dreifachverglasung. Bei Baudenkmälern gelten abweichende Werte.
Fenster, die vor Mitte der 1990er Jahre eingebaut wurden, haben meist eine Isolierverglasung mit deutlich schlechterem Wärmeschutz als heutige Fenster. Typische Anzeichen für einen Tausch sind Zugluft, beschlagene Scheiben zwischen den Gläsern, Kondenswasser am Rahmen und schwergängige Beschläge. Auch 30 bis 40 Jahre alte Fenster können noch funktionieren, verursachen aber hohe Wärmeverluste.
